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January 14, 2010

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microgod

Um mich nicht mißverständlich auszudrücken, muß ich dies auf Deutsch schreiben: Das Ende des zweiten Weltkriegs markierte nicht den Beginn, sondern die Vollendung der Vertreibung der Deutschen aus Osteuropa, die mit dem Ende des ersten Weltkriegs begann. Gleichwohl ist es im heutigen Deutschland immer noch eine sehr heikle Sache, auf die Vorgänge in Polen zwischen den beiden Weltkriegen zu verweisen. Tatsache aber ist, daß die damaligen polnische Regierungen im Schutze der Beistandserklärungen Frankreichs und Groß Britanniens ganz unverhohlen ethnische Säuberungen im großen Stil vollzogen. Nicht nur gegen Deutsche, sondern auch gegen Weißrussen, Ukrainer und Tschechen. Die Erörterung dieses Themas führt allerdings regelmäßig zu revanchistischen und revisionistischen Argumenten hinsichtlich der Kriegsschuldfrage, weshalb dieses Thema in Deutschland de facto ein Tabu darstellt.

In einer Reportage aus Warschau zeigte das deutsche Fernsehen jüngst eine junge Polin, die etwa folgendes sagte: "Deutsche und Polen, das ist so wie mit den Israelis und Palästinensern. Sie werden sich immer hassen!" Ein Hinweis darauf, daß in Polen (ganz ähnlich wie auch in Rußland) eine kritische Aufarbeitung der dunklen Seiten der eigenen Vergangenheit immer noch zu wünschen übrig läßt.-

Auch an meinem Wohnort in Schleswig-Holstein haben fast die Hälfte der Einwohner ihre Wurzeln in Schlesien, Pommern, Ostpreussen. Bei der Landvergabe in Folge der Neulandgewinnung an der Nordseeküste wurden diese aber keineswegs benachteiligt: Ein Hof an einen Einheimischen, ein Hof an einen Vertriebenen - so wurde das damals gemacht. Die Friesen waren aber immer ein weltoffenes Volk, weil sie eben größtenteils Seefahrer gewesen sind, ganz anders als die "inländischen" Bauern, die kaum einmal auch nur bis Hamburg gereist sind.

David

"Sie werden sich immer hassen!"

Perhaps, but Surminski generally portrays Poles sympathetically in his novels.

microgod

This is my own experience, too. In my life I very often have worked together with Poles (and Russians). As I have said before, Germans have more in common with Russians, than with Americans...

Gunter Nitsch

I have read Arno Surminski’s “Fremdes Land”, “Jokehnen”, “Vaterland ohne Väter”, “Sommer vierundvierzig”, “Aus dem Nest gefallen”, “Kudenow” and “Die Vogelwelt von Auschwitz” and thoroughly enjoyed all of them. It’s a shame that these books are not available in English, since they are all page-turners.

Gunter Nitsch, Chicago

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